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Branchen-News Meldung:

29. Januar 2019


Aus für Tetenal

Der Versuch, die Tetenal Europe GmbH zu sanieren, ist gescheitert. Heute wurden die Mitarbeiter der Unternehmenszentrale in Norderstedt informiert, dass das Unternehmen abgewickelt und nach Beendigung der Ausproduktion voraussichtlich zum 1. April 2019 geschlossen wird. Das wurde imaging+foto-contact von der Kanzlei des Insolvenzverwalters Dr. Sven-Holger Undritz (White & Case Insolvenz GbR) bestätigt. Bei der Suche nach Investoren, die eine Fortführung der Traditionsmarke ermöglichen sollten, habe es zwar Interessenten, aber keine verbindlichen Zusagen gegeben. Deshalb sei jetzt die Abwicklung eingeleitet worden.


Damit endet eine Geschichte, die im Jahr 1847 ihren Anfang nahm, als  der Berliner Unternehmer Theodor Teichgräber fotografische Chemikalien zur Entwicklung von Collodiumplatten in das pharmazeutische Sortiment seiner Drogengroßhandlung aufnahm. 1910 wurde das Warenzeichen Tetenal erstmals eingetragen

Im Oktober 2018 hatte die Tetenal Europe GmbH beim Amtsgericht Norderstedt einen Antrag auf eine Sanierung unter Insolvenzschutz gestellt. Der bisherige Geschäftsführer Daniel Middendorf blieb im Amt, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Begleitet wurde er dabei zunächst durch die Sanierungsexperten des Beratungsunternehmens Buchalik Brömmekamp, das später durch das österreichische Beratungsnetzwerk Grantiro abgelöst wurde.

Das Vorhaben der Sanierung unter Insolvenzschutz erwies sich aber als nicht durchführbar. Im Januar wurde das reguläre Insolvenzverfahren über die Tetenal Europe GmbH eröffnet, auch die deutsche Tochtergesellschaft Tetenal Imaging Service GmbH wurde zahlungsunfähig. Geschäftsführer Daniel Middendorf verlor sein Amt. Über die Schicksal der Auslandsgesellschaften in Polen, Frankreich und Großbritannien gibt es noch keine Informationen.

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